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„Mit dem aktuellen Wissenstand könnten viele Krebserkrankungen vermieden werden.“

Die Hälfte aller Krebserkrankungen könnten nach Daten der Weltgesundheitsorganisation verhindert werden, würde man den aktuellen Wissensstand der Forschung umsetzen. Doch hat das neue Wissen noch nicht in die breite Praxis gefunden. Die großen Krebsförderer unserer Zeit werden weiterhin unterschätzt: Das sagen die Krebsforscher Dr. Hanna Heikenwälder und Prof. Mathias Heikenwälder vom Deutschen Krebsforschungszentrum und der Universität Heidelberg, die nun ein Buch über diese Erkrankung für Laien geschrieben haben*.

Frau Dr. Heikenwälder, wieso haben Sie für Nicht-Mediziner ein Buch über Krebs verfasst?

Dr. Hanna Heikenwälder: Als Krebsforscher werden mein Mann und ich auch privat oft um unsere Meinung gebeten. Dabei stoßen wir immer wieder auf falsche Einschätzungen. Da sind Menschen beispielsweise ganz pingelig mit einem angebrannten Toast, weil es krebserregend sein könnte, übersehen aber völlig, wie gefährlich Übergewicht, eine chronische Entzündung oder dauerhafter Bewegungsmangel für die Entstehung von Krebs sind. Oder sie denken, dass Krebs ohnehin eine angeborene Erkrankung ist, gegen deren Entstehung man nichts machen kann. 

Krebs ist aber sehr wohl eine genetisch bedingte Erkrankung …

… ja, das stimmt. Aber genetisch bedeutet nicht, dass alle Menschen, die Krebs bekommen, mit einer Krebs-Veranlagung auf die Welt kommen. Das sind nur etwa fünf bis zehn Prozent der Patienten. Bei den restlichen 90 bis 95 Prozent der Fälle wurden die genetischen Veränderungen, die zu Krebs führen, erst im Laufe des Lebens erworben. 

Wodurch?

Durch krebserregende Substanzen und insbesondere krebsfördernde Lebensumstände und Umwelteinflüsse. Die meisten dieser Substanzen, die Veränderungen in unserem Erbgut verursachen, sind Nebenprodukte unseres Stoffwechsels. Nur ein Bruchteil sind Gifte aus der Umwelt – wie beispielsweise Tabakrauch oder die chemischen Verbindungen, die beim hohen Erhitzen von Fleisch entstehen . Die Gefahr der Umweltgifte für die Krebsentstehung wird gemeinhin überschätzt, zumal die Mutationen allein keineswegs das zerstörerische Wachstum erklären können, wie Studien belegen. Denn die Schutzmechanismen unseres Körpers gegen mutierte und somit kranke Zellen sind sehr effektiv.

Warum bekommen dann trotzdem allein in Deutschland fast 500.000 Menschen jährlich eine bösartige Tumorerkrankung?

Das liegt in fast allen Fällen an Substanzen und Umwelteinflüssen, die nicht direkt Mutationen verursachen, aber das Wachstumsverhalten und Überleben von Krebszellen fördern. Diese „Krebsförderer“, wissenschaftlich Tumorpromotoren genannt, wirken meist dauerhaft auf unsere Körperzellen ein – auch auf solche, die bereits durch Mutationen vorgeschädigt sind. Somit verhindern sie das Absterben von vorgeschädigten Körperzellen und fördern deren Überleben und Wachstum. Damit geht von den Tumorpromotoren ein deutlich höheres Gefährdungspotenzial aus als vom vereinzelten Kontakt mit krebserregenden Substanzen, den so genannten Karzinogenen. So hat beispielsweise ein starker Raucher, der zusätzlich gerne hochprozentigen Alkohol trinkt ein 100-mal größeres Risiko an Krebserkrankungen des Mund-und-Rachenraums zu erkranken als ein Raucher, der keinen hochprozentigen Alkohol trinkt. Und das, obwohl der Rauch bis zu 60 verschiedene krebserregende Substanzen enthält, die unsere DNA schädigen können. Der Alkohol hingegen ist nicht in der Lage, Mutationen in unserer DNA zu verursachen. Hochprozentiger Alkohol bringt aber die oberste Zellschicht in unseren Rachenraum zum Platzen. Dadurch werden die tiefer liegenden Zellschichten zum Wachstum angeregt. Dieser krebsfördernde Effekt ist ausreichend, um das Krebsrisiko zu verhundertfachen.

Das heißt: Eine Genmutation allein ist nicht gefährlich. Erst dauerhafte Wachstumsförderer machen sie zur Gefahr?

Genau. Krebsförderer sind meist gefährlicher als Krebserreger. Wir wissen heute, dass Zellen ungefähr fünf bedeutende genetische Veränderungen erwerben müssen, um zu einer ernsthaften Gefahr für unsere Gesundheit zu werden. Selbst Menschen, die in ihrem Erbgut die Genmutation für eine bestimmte genetisch-bedingte Krebsform tragen, müssen nicht zwangsweise daran erkranken. Es braucht noch mehr. So lag beispielsweise das Erkrankungsrisiko für eine bestimmte Form des erblichen Brustkrebses vor 1940 bei 24 Prozent. Trägerinnen derselben Mutation, die nach 1940 geboren wurden, haben ein Erkrankungsrisiko von 67 Prozent. Die Autoren dieser Brustkrebs-Studie führen den Anstieg auf Bewegungsmangel und Übergewicht zurück1.

Was sind die wichtigsten Tumorpromotoren?

Starkes Übergewicht – darauf sind 14 bis 20 Prozent aller Tumorerkrankungen zurückzuführen. Dann Infektionen, die 18 Prozent der Krebsfälle verursachen. Und vor allem falsche Ernährung: 35 Prozent aller Tumorerkrankungen gehen darauf zurück. Hormone wirken ebenfalls krebsfördernd, genauso wie Stress oder dauerhafte Entzündungen, die eben durch falsche Ernährung und Lebensgewohnheiten ausgelöst werden. Vieles davon haben wir durch unseren Lebensstil selbst in der Hand. Aber viele Menschen wissen einfach nicht, dass man durch eine gesunde Lebensweise auch das Krebsrisiko deutlich senken kann.

Greifen wir uns den Punkt der Ernährung heraus, weil er zahlenmäßig herausragt. Was kann man tun, um sein Krebsrisiko zu senken?

Den Zuckerkonsum zu reduzieren, ist einer der wichtigsten Punkte. Zuviel Zucker erhöht das Krebsrisiko auf unterschiedliche Weise – zum Beispiel durch entstehendes Übergewicht. Auf Fertigprodukte mit vielen versteckten Zuckern zu verzichten, wäre besonders wichtig. Und wenn man schon etwas mehr Zucker konsumieren will, dann wird Bewegung umso bedeutender. Schon moderater Sport verändert den Zuckerstoffwechsel positiv und reduziert das Krebsrisiko. Jeder kann durch Veränderung seines Lebensstils Krebsprävention in eigener Sache betreiben. Körperliche Bewegung wirkt sich zudem positiv auf unseren Hormonhaushalt aus und wirkt der Entstehung von krebsfördernden Erkrankungen wie Diabetes entgegen.. Wer Kinder hat, sollte versuchen diese lange zu stillen. Wir wissen heute, dass Muttermilch sogar Immunzellen, Stammzellen und verschiedenste Abwehrstoffe enthält, die das Immunsystem des gestillten Kindes stärken. Dadurch kann sich das Kind vermutlich besser vor krebsverursachenden Infektionen schützen und das Immunsystem Tumorzellen besser bekämpfen.

Wenn so viel in unserer eigenen Hand liegt, dann liegt es nahe zu sagen: Wer Krebs bekommt, ist selbst schuld.

Krebs ist ein Zusammenspiel vieler Ursachen. Keiner hat es voll in der Hand, ob er an Krebs erkrankt oder nicht. Keiner ist schuld an seiner Erkrankung. Es geht nicht um „Schuld“, sondern darum, die Gefahren zu erkennen und zu verstehen. Zu wissen: Krebs entsteht oft über Jahrzehnte und kann durch unsere Lebensweise entscheidend beschleunigt oder verlangsamt werden. Wir können unser Risiko also deutlich senken. Die internationale Agentur für Krebsforschung schätzt, dass die Hälfte aller Krebserkrankungen verhindert werden könnten, wenn die Präventions- und Diagnosemöglichkeiten nach aktuellem Stand der Wissenschaft umgesetzt würden.

Was muss getan werden, um die Krebsprävention zu fördern?

Zum ersten müssen Ärzte ihre Patienten stärker über das neue Wissen der Tumorvorbeugung informieren – vor allem ihre übergewichtigen Patienten, die sie dadurch vielleicht effektiver motivieren können, gesünder zu essen und sich mehr zu bewegen. Zum zweiten sollten Kinder schon in Kindergärten und Schulen für die gesunde Lebensweise motiviert werden. Zum dritten sollten Hersteller verpflichtet werden, Zucker in Fertigprodukten stärker und deutlich sichtbar zu kennzeichnen. Das gilt übrigens auch für bestimmte Bindemittel wie Carrageen, die chronische, krebsfördernde Entzündungen verursachen können. Auch solche Label wie „fettfrei“ auf stark gezuckerten Lebensmitteln sollten abgeschafft werden, weil sie irreführend sind. Denn durch viel Zucker entsteht Fett im Körper, das durch Entzündungen und erhöhte Hormonwerte das Risiko beinahe aller Krebsarten steigert und insbesondere ein Risikofaktor für Leberkrebs ist.

Was wären wegweisende Projekte zur Krebsprävention?

Das Deutsche Krebsforschungszentrum Heidelberg plant gerade ein neues Präventionszentrum, in dem es auch eine Präventionsambulanz geben wird. Da kann dann jeder hingehen und sich über sein persönliches Krebsrisiko aufklären lassen kann. Wenn die Präventivberatung dann noch von den Krankenkassen übernommen würde, fände ich das super.

King et al. Science 2003 Breast and ovarian cancer risks due to inherited mutations in BRCA1 and BRCA2.

*Hanna Heikenwälder, Mathias Heikenwälder: Krebs. Lifestyle und Umweltfaktoren als Risiko. Springer-Verlag 2019

 

Dr. Hanna Heikenwälder studierte Molekularbiologie und Immunologie in Lübeck, den USA und an der ETH Zürich. Zurzeit erforscht sie an der chirurgischen Klinik der Universität Heidelberg die Rolle von Immunzellen bei der Entstehung von Pankreaskrebs und neue Ansätze der personalisierten Therapie. Ihr Mann Prof. Dr. Mathias Heikenwälder erforscht am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg, wie chronische Entzündungen die Krebsentstehung und Metastasierung fördern.

 

Auf Wunsch der beiden Buchautoren weist die Redaktion darauf hin, dass Land der Gesundheit keine bezahlten Beiträge publiziert und dass Pfizer auch keinen Beitrag zum hier erwähnten Buch geleistet hat.

Kommentare

  1. Attila

    Kompetente Spezialistin
    Finde gut dass die die Dinge gut erklärt

    vor 9 Monate
  2. Attila

    Kompetente Forscher ein Buch das jeder versteht und das aufzeigt wir können durch unseren Lebensstil Krebsentstehung beeinflussen

    vor 9 Monate
  3. Anonym

    Wie können aber dann schon kleine Kinder Krebs haben?

    vor 8 Monate
  4. Dr. Hanna Heikenwälder

    Guten Tag, diese sehr interessante Frage haben wir in unser Buch in dem Kapitel "Alter und Krebs" diskutiert. Krebserkrankungen im Kindesalter stellen statistisch gesehen die Ausnahme dar. Wenn Kinder an Krebs erkranken, kommen häufig mehrere tragische Faktoren zusammen. Die Krebsentstehung bei Kindern wird weniger durch äussere Umwelteinflüsse gesteuert, sondern vielmehr durch Vorgänge innerhalb des Körpers. Häufig sind angeborene genetische Vorbelastungen im Spiel wie beispielsweise beim sogenannten Retinoblastom, einer Krebserkrankung der Netzhaut. Wird ein Kind mit einer genetischen Veranlagung für diese Krebsform geboren, kann es nur innerhalb der ersten 5 Lebensjahre zur Ausbildung der Krebserkrankung der Netzhaut im Auge kommen (danach ist die Netzhaut voll ausgebildet und ein Retinoblastom kann nicht mehr entstehen). Grund hierfür ist, dass im kindlichen Organismus das Wachstum und die Ausbildung der Gewebe selbst als potenter Krebsförderer wirken. So kommen bei Kindern beispielsweise Gehirntumoren relativ häufig vor, da die Nervenzellen in diesem Alter noch ein sehr starkes Vermehrungspotential besitzen. Die Auswertung der weltweiten Verteilung von Krebshäufigkeiten haben ergeben, dass Krebserkrankungen im Kindesalter in allen Regionen der Erde mit einer ähnlichen Häufigkeit auftreten. Dies weist auf eine Unabhängigkeit von äusseren Faktoren in. Viele Grüsse Hanna Heikenwälder

    vor 8 Monate
  5. Gesine Schwermer!

    Ich habe im Jahr 2018 Brustkrebs bekommen. Meine Therapie ist bis auf eine bestehende Polyneuropathie gut verlaufen. Habe alle Therapien bekommen, die notwendig waren. Chemo, Bestrahlung, Antihormontherapie.
    Bei mir trifft nichts der genannten RisikoFaktoren zu. Habe kein Übergewicht, ernähre mich gesund, achte auf hochwertige Lebensmittel. Bin Sportlehrerin, treibe drei mal die Woche Sport bei Mrs.Sporty und mache jetzt auch noch Yoga.
    Das Einzige was einen Beitrag geleistet haben kann ist Stress und eine Zeit lang ziemlicher Kummer.
    LG Gesine Schwermer!

    vor 8 Monate
  6. Nein

    Schwierig. Ich bin schlank und Nichtraucher, ernähre mich ausgewogen, habe seit Jahren einen Hund, mit dem ich früh und abends ausgedehnt laufe....trotzdem wurde vor 2 Jahren ein Rektum-Ca in fortgeschrittenem Stadium diagnostiziert. War damals noch keine 60, in der Familie bisher keine Vorbelastung. Ob die Heikenwälders etwas finden könnten, damit ich selbst schuld an der Erkrankung bin? Denn das ist wohl der Tenor des Buches.

    vor 8 Monate
  7. Dr. Hanna Heikenwälder

    Guten Tag, das tut mir sehr leid. Es ist ausdrücklich nicht der Tenor unseres Buches Krebs-Patienten die Schuld an ihrer Erkrankung zu geben. Stattdessen erhoffen wir mit unserem Buch möglichst viele zukünftige Krebserkrankungen zu verhindern, bevor diese unheilbares Leid verursachen. Wir haben in diesem Buch die Aussagen von vielen hundert Evidenz-basierten Studien zu dem Thema zusammengetragen und die Ergebnisse für Nicht-Mediziner zugänglich gemacht. Die Ergebnisse basieren auf epidemiologischen Statistiken und auch auf direkten experimentellen Nachweisen. Statistik bedeutet, dass auch Menschen erkranken können, die keinen der bekannten Risikofaktoren aufweisen- nur eben statistisch gesehen viel seltener. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass durch konsequente Umsetzung der aktuellen Präventions- und Diagnosemöglichkeiten circa die Hälfte aller zukünftigen Krebserkrankungen verhindert werden könnte. Wir zeigen in unserem Buch auf, welche Möglichkeiten dies sind, um Krebserkrankungen möglicherweise zu verhindern und der Verbreitung von gefährlichem Halbwissen entgegen zu wirken. Wir geben die Ergebnisse von über Hundert unabhängigen Evidenz-basierten Studien wieder und zitieren auch die Quellen am Ende aller Kapitel. Ich wünsche Ihnen Alles Gute, Dr. Hanna Heikenwälder

    vor 8 Monate
  8. Anonym

    Einfach und verständlich geschrieben

    vor 8 Monate
  9. Uwe Dengler

    Die Bedeutung von Karzinogenen war mir bekannt. Dass es so genannte Tumorpromotoren gibt, die keinen Krebs auslösen, aber das Wachstum von Krebszellen fördern können, war mir neu.

    Das Zusammenspiel dieser beiden Faktoren lässt diese Krankheit in einem ganz anderen Licht erscheinen. Offenbar kann jeder einzelne mehr dafür tun, gesund zu bleiben, als ich dachte.

    Danke für die Aufklärung!

    vor 8 Monate
  10. Anonym

    Wichtige Erkenntnisse!

    vor 8 Monate
  11. trololo

    Land der wilden Behaultungen. Sie wärs mal mit ein paar wissenschaftlichen Quellenangaben?

    vor 8 Monate
  12. Dr. Hanna Heikenwälder

    Guten Tag, alle Angaben entstammen der Evidenz-basierten Forschung und wurden in Journalen veröffentlicht, welche mit einem Peer-Review Verfahren arbeiten. In unserem Buch werden alle Quellen am Ende der Kapitel genannt. Wir haben in diesem Buch nicht unsere Meinung geäussert, sondern den aktuellen Stand der Wissenschaft zusammengetragen und allgemein-verständlich aufbereitet. Wir zitieren hier die Ergebnisse von vielen hundert unabhängigen Studien. Ziel unseres Buches war es, vermeidbare Krebserkrankungen durch Aufklärung möglicherweise zu verhindern und der Entstehung von gefährlichem Halbwissen entgegen zu wirken. Die Daten und Statistiken sowie Leitfäden zur Krebsprävention sind zudem öffentlich auf den Websites der Weltgesundheitsorganisation, der Internationalen Agentur für Krebsforschung und der European Cancer League zugänglich:
    https://www.who.int/cancer/prevention/en/
    https://www.europeancancerleagues.org/cancer-prevention-the-european-co…
    https://gco.iarc.fr/today/data/factsheets/cancers/39-All-cancers-fact-s…
    Liebe Grüsse, Dr. Hanna Heikenwälder

    vor 8 Monate
  13. Anonym

    @Heikenwälder
    AUf keiner der von Ihnen verlinkten Seiten ist etws von tumorpromotoren zu lesen.
    Im Gegenteil, die "Umweltgiften" Tabak und Alkohol stehen an erster Stelle. Dnach Bewegung und Übergewicht. Strahlung wird ebenfalls als bedeutend eingeordnet.
    Jedenfalls nicht, wie Sie schreiben, dass äußere Faktoren nicht entscheidend seien.
    Der Zufall spielt immer noch die größte Rolle bei der Entstehung von Krebs.
    +#Dass unser Immunsystem in der Lage ist, normalerweise mit Mutsionen fertigzuwerden, heißt eben nur "normalerweise". Das ist wie Schnupfen: den kriegen Sie, obwohl "normalerweise" der Körper in der Lage ist, sich dagegen zu wehren. Kaum jemand erkältet sich nie.
    Ein Schnupfen geht vorbei, wenn es dann halt nicht "normalerweise" ist.
    Krebs geht nicht vorbei.

    vor 8 Monate
  14. Hanna Heikenwälder

    Guten Tag, doch diese Websites nennen Tumorpromotoren. Denn neben Übergewicht, Bewegungsmangel und chronischen Erkrankungen spielen auch beim Zigarrettenrauch Entzündungen als Krebsförderer eine wichtige Rolle. Genetisch-veränderte Mäuse, denen ein wichtiges Molekül für Entzündungen fehlt, entwickeln nach regelmäßiger Zigarettenrauch-Inhalation deutlich weniger Lungentumoren. Vermutlich werden durch Rauchpartikel im Zigarettenrauch Entzündungen verursacht, die ähnlich wie Asbest-Partikel die Krebsentstehung in der Lunge unterstützen. Das Prinzip des Zusammenspiels von Karzinogenen und Krebsförderern ist zudem nicht neu, sondern ein seit Jahrzehnten anerkanntes Prinzip der Krebsentstehung und in jedem Lehrbuch der Tumorbiologie zu finden. In der Wissenschaft gilt dies als sogenanntes „Textbook-Knowledge“. Wir haben, wie bereits geschrieben, hier keine eigenen Hypothesen aufgestellt, sondern dieses Wissen allgemeinverständlich aufgearbeitet. Das Karzinogene keine Rolle spielen, steht nicht im Interview. Ohne Karzinogene und mutierte Zellen, können Krebsförderer keine Tumoren zum Wachstum anregen. Da Krebsförderer aber in Organen und sogar im gesamten Körper vorgeschädigte Zellen zum Wachstum anregen können, ist ihre Bedeutung statistisch gesehen von herausragender Bedeutung. Natürlich spielt der Zufall auch eine Rolle, da die Reparaturenzyme unseres Körpers DNA Schäden mit einer (wenn auch sehr geringen aber dennoch vorhandenen) Fehlerwahrscheinlichkeit reparieren. Und noch zum Schluss, den Schnupfen bekommen wir, weil es sehr viele Erkältungsviren gibt, die zudem jede Saison verändert auftreten können. Wir erkranken an Krankheitserregern gegen die wir nicht bereits immun sind. „Normalerweise“ hat unser Körper nach circa 5 Tagen eine effektive Immunantwort dagegen gestartet und wir werden wieder gesund. Wenn wir dann wieder auf den selben Krankheitserreger treffen, erkranken wir nicht mehr, da nach jeder Infektion ein paar Immunzellen zurückbleiben, die auf diesen Erreger spezialisiert sind. Treffen wir also wieder auf einen bekannten Erreger, reagieren diese Zellen bevor wir uns überhaupt krank fühlen. Liebe Grüße

    vor 8 Monate
  15. Ute Klapschuweit

    Sehr gut danke. Das Meiste war mir klar, nicht in Bezug auf Krebs, sondern um ein gesundes Leben zu führen. Es sollten viel mehr Menschen wissen. Ich haette gern eine ähnliche Studie zum Thema MS Mein Mann leidet darunter.

    vor 8 Monate
  16. Dr. Hanna Heikenwälder

    Liebe Frau Klapschuweit, herzlichen Dank für ihr positives Feedback. Tatsächlich behandeln wir auch das Thema MS in unserem Buch, da es auch hier sehr interessante aktuelle Daten gibt, wonach es sich um einen infektiösen Erreger handeln könnte. Zudem weisen epidemiologische Daten viele Parallelen für die Risikofaktoren von MS und einigen Krebserkrankungen wie Darmkrebs und Brustkrebs auf. In unserem Buch haben wir die aktuellen Erkenntnisse hierzu zusammengetragen. Jedoch gilt auch im Fall von MS, dass diese Erkrankung vermutlich durch ein Zusammenspiel aus persönlicher genetischer Veranlagung und einer fehlgeleiteten Immunantwort und/oder einer möglichen Kreuzreaktion mit einem infektiösen Erreger entsteht. Solange es keine effektive Heilung für diese schweren Erkrankungen gibt, sind weitere Untersuchungen zur Prävention und Aufklärung umso wichtiger. Beste Grüsse, Dr. Hanna Heikenwälder

    vor 8 Monate
  17. KJ

    Ein toller Artikel! Vielen Dank für das Teilen dieser wichtigen Erkenntnisse!

    vor 8 Monate
  18. Mablu

    Hallo, toller Artikel.
    Ich habe zu Ostern 2018 die Diagnose PNP erhalten, kurz darauf CIDP. Chronisch inflammatorische demyelinisierende Polyneuropathie. Heilung ausgeschlossen. Nur eine gute Betreuung ist möglich.
    Ich konnte das nicht akzeptieren, ich wollte wissen warum. Die Bibliothek dieser Welt ist ja sehr informativ. Die erste wirkliche Hilfe fand ich bei "SELFHACKED". Also Lebensstiel, Ernährung und vieles andere ändern. Während einer Fastenkur mit Osteopathie Beratung wurde mir erklärt, ich muss sofort meine gesamte Ernährung ändern. Nun bin ich auf Dr. Terry Wahles gekommen, weil bei CIDP nicht zu finden ist. MS hat auch die kleinste gleiche veränderte Zelle in uns, aber an anderer Stelle. Sie hat sich von schwerer MS selbst geheilt. Da kann man nur den Hut ziehen. Sie ist Ärztin und Wissenschaftlerin. Die Ernährung ist der Schlüssel. Unsere gesamte Gesellschaft ernährt sich falsch. Ich bin nun dabei, auf Paleo Ernährung umzusteigen, so wie Dr. Terry Wahles. Heilung ist immer möglich. Ich habe mir ihr Buch in deutscher Übersetzung senden lassen. PNP, MS und ähnliche chronische Erkrankungen sowie auch Krebs scheinen ähnliche veränderte Zellen in uns als Ursache zu haben. Mit Sicherheit ist unsere Ernährung ein großer Schuldfaktor, auch wenn wir glauben uns doch richtig zu ernähren. Heute ist mir klar, dass ich über Jahrzehnte eine Mangelernährung hatte. Auch hier gilt, Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.
    Unser Körper ist aber so hervorragend, dass er vieles reparieren kann, wenn wir ihm dabei helfen.
    Dazu benötigen auch wir Ihr Wissen.
    Danke für diese Gelegenheit.
    MfG
    Mablu

    vor 8 Monate
  19. S.Fischer

    Interessanter Ansatz. Leider essen Menschen ungesund. Wir essen überwiegend Bio, keine Pestizide, kein Plastik mehr, alles aus Gläsern ... basische Bäder 2x wöchentlich. Eine Tasse Matchatee trinken, damit die Verdauung angeregt wird und man nicht innerlich vergast und vergammelt. Seit 1Jahr intensive Umstellung, Behandlung mit anorganischen Schwefel ect. Haben jetzt mitbekommen das mein Mann Nach jahrelangen Ärztemarathon Bleivergiftet ist-aus seiner Kindheit am Motorrad mit bleihaltigen Benzin Teile gesäubert ohne Schutz.... Durch die Bleivergiftung nimmt der Körper keine Vitamine mehr auf, jetzt leiten wir diese seit 3 Monaten aus. Werte wurden grottenschlecht Anfangs, jetzt werden sie langsam besser. Im Großen und Ganzen muss man sich gesund ernähren. Herkömmliche Pestizidgrenzen sind in der Masse viel zu schädlich für den Körper. Deswegen Bio ohne Plastik.😊 Wir sind auf einen guten Weg denken wir. 👍 viel Erfolg an alle 😊

    vor 8 Monate
  20. Anonym

    Solange noch weggeredet wird, dass Krebs Folge des Mangels eines Nahrungsbestandteils ist, (siehe Skorbut) gibt's weiter Tragödien. Und weiter Milliardengeschäft.pP

    vor 4 Monate

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