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Crash Test Dummy Übergewicht

Die Welt hat ein Übergewichts-Problem. Und die Dummies bekommen das zu spüren.

Die Welt hat ein Übergewichts-Problem: Rund 30 Prozent der globalen Bevölkerung sind zu schwer. Besonders dramatisch ist die Situation in den USA, dort sind mittlerweile 40 Prozent der Menschen fettleibig, sie haben einen Body-Mass-Index (BMI) von über 30. Nun bekommen auch Crash-Test-Dummies die Entwicklung zu spüren: Der weltweit führende Dummy-Hersteller Humanetics hat jüngst eine neue Standardpuppe auf den Markt gebracht. Wog der Durchschnitts-Dummy bislang noch 78 Kilo, hat er nun 45 Kilo zugelegt und ist damit 123 Kilo schwer. Das entspricht einem BMI von 35.    

Die Puppe wird Leben retten: Laut einer Studie der University of California haben adipöse Autoinsassen bislang ein 78 Prozent höheres Risiko, bei einem Unfall zu sterben. Unter anderem, weil ihre Körper beim Aufprall anders geschleudert werden und sie sich dadurch schwerer an der Brust verletzen, ihre Rettung schwieriger ist sowie Sicherheitssysteme wie Airbags oder Gurte in US-Autos auf Schlankere ausgerichtet sind. Die bisherigen Dummies verkörperten die typischen Amerikaner der 80er Jahre – damals waren lediglich 15 Prozent fettleibig. 

Kleidung wird an der Taille größer

Auch in Deutschland haben heute schon ein Viertel der Erwachsenen einen BMI von über 30 – und auch hier hat sich zumindest ein Markt schleichend angepasst: die Bekleidungsbranche. Grundlage sind repräsentative Reihenmessungen für die Textil- und Autoindustrie, zuletzt im Jahr 2008. Frauen hatten damals gegenüber 1994 im Schnitt an der Taille 4,1 und an der Hüfte 1,8 Zentimeter zugenommen. Bei den Männern war der Brustumfang seit 1980 um stattliche 7,3 Zentimeter und der Taillenumfang um 4,4 Zentimeter gewachsen. Worauf die Bekleidungshersteller die Konfektionsgrößen an die neuen Durchschnitts-Deutschen angepasst haben, etwa bei Frauen die Taille weiter schnitten.

Für die Ergonomieexperten der deutschen Autoindustrie ändert sich nichts. Sie arbeiten ohnehin schon mit einem „Akzelerationszuschlag“, rechnen also immer wieder einige Millimeter auf die jeweils bekannten älteren Maße drauf.

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