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Gesundheitsnetzwerk AOK Nordost

Schöne neue Gesundheitswelt

„Die Patienten sollen ihre Daten teilen können, mit wem und wann sie wollen“

Für die insgesamt fast 25 Millionen AOK-Versicherten entwickelt die AOK Nordost ein digitales Gesundheitsnetzwerk. Das erklärte Ziel: Alle Versicherten sollen ihre Gesundheitsinformationen selbstbestimmt immer und überall zur Verfügung haben und mit Ärzten und Pflegepersonal teilen können.  Wir haben gefragt, welchen Nutzen das Netzwerk für die Versicherten hat und wie die Digitalisierung die Versorgung bereits verändert. Vier Thesen und einige Beispiele dazu.

1. Digital Health soll bestehende Versorgungsprogramme ergänzen, um Patienten bei der Information, Prävention und Therapie zu unterstützen.

Die medizinische Versorgung und der Blick auf die eigene Gesundheit verändern sich momentan durch digitale Angebote erheblich. In der Gesetzlichen Krankenversicherung werden die Potenziale der Digitalisierung bisher nur vereinzelt genutzt.  „Wir schaffen für unsere Kunden digitale Lösungen, die unsere bestehenden Versorgungsprogramme sinnvoll ergänzen“, sagt Stefanie Stoff-Ahnis, Mitglied der Geschäftsleitung bei der AOK Nordost. Es gibt völlig neue digitale Produkte, die den Patienten bei der Information, Prävention oder Therapie unterstützen. Wenn er es wünscht, stellt er seine Daten künftig ausgewählten Ärzten und Therapeuten über das Gesundheitsnetzwerk zur Verfügung.

2. Das Netzwerk ermöglicht den Austausch zwischen Patient und Arzt und zwischen den Ärzten – das verbessert die Versorgung

Das Netzwerk bietet ein Versichertenportal, mit dem sich medizinische Informationen und Dokumente für den Patienten jederzeit bereitstellen und abrufen lassen. Die Möglichkeit des sektorenübergreifenden Austauschs in der Versorgung soll die optimale Behandlung der Patienten unterstützen und zu mehr Patientensicherheit führen. Dabei stehen die Patienten im Mittelpunkt und behalten ihre Datenhoheit: Sie können ihre Gesundheitsinformationen, die von Ärzten und Kliniken bereitgestellt werden, selbst einsehen und nach eigenem Ermessen für andere Leistungserbringer zur Einsicht frei geben.

3. Die Daten sind sicher, die Datenhoheit bleibt beim Versicherten

Ein besonderes Merkmal ist die dezentrale Datenhaltung. Die Daten bleiben beim Arzt oder bei der Klinik, in der sie erhoben wurden. Die AOK hat keinen Zugriff auf die Gesundheitsdaten.

4. Das Gesundheitsnetzwerk geht über die reine Datenspeicherung hinaus

Über diese Infrastruktur sollen perspektivisch auch neue sowie bereits bestehende digitale Angebote der AOK noch besser integriert werden. „Wir entwickeln keine Insellösung, sondern wollen mit unserem offenen interoperablen Ansatz Teil der gesamten digitalen Infrastruktur sein“, betont Projektleiter Christian Klose von der AOK Nordost.

 

 

 

Einblick in einige digitale Versorgungsangebote der AOK Nordost:

Kaia-App

Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems gehören zu den häufigsten und kostenintensivsten Erkrankungen. „Kaia“ bietet eine digitale Rückenschmerztherapie mit individuellem Trainingsprogramm, das den ganz persönlichen Fitness- und Schmerzzustand des Patienten berücksichtigt. Ärzte und Physiotherapeuten haben dazu gemeinsam über 150 Übungen entwickelt, auf die per Smartphone jederzeit und überall zugegriffen werden kann. Der Patient kann so aktiv und kontinuierlich an der Erhaltung oder Verbesserung seines Gesundheitszustandes mitwirken.

AOK Schwanger-App

Die Schwangerschaft ist eine spannende Zeit, und auch diese lässt sich digital begleiten. Denn mit der Vorfreude und der verstreichenden Zeit steigt auch die Zahl der Fragen. Die kostenlose App der AOK Nordost bietet Informationen rund um Ansprechpartner und Untersuchungstermine und eine Erinnerungsfunktion hilft, keine Termine zu vergessen. Außerdem werden wichtige Entwicklungsschritte des heranwachsenden Kindes dargestellt und Hilfe bei Anträgen, etwa auf Kindergeld, geboten.

Das ESYSTA®-System: Digitale Unterstützung für insulinpflichtige Diabetiker

Eine Diabeteserkrankung erfordert viel Disziplin von den betroffenen Patienten. So müssen sie regelmäßig ihre Blutzuckerwerte messen und erfassen. Sind diese Daten unvollständig oder unplausibel, stehen die behandelnden Ärzte vor der Herausforderung, die Ursachen hierfür zu erkennen und daraus die richtigen Ableitungen zu treffen. Das ESYSTA®-System ermöglicht die direkte Übertragung der gemessenen Blutzuckerwerte und der verabreichten Insulinmengen in ein elektronisches Diabe­testagebuch. So entsteht ein lückenloses Monitoring und der Arzt kann eine fundierte  Entscheidung über die weitere Therapie treffen. Die AOK Nordost hat hierfür mit der Emperra GmbH E-Health Technologies, dem Anbieter und Entwickler des ESYSTA®-Systems, einen Versorgungsver­trag geschlossen.

AOK-Curaplan Herz Plus

In diesem Programm für Patienten mit Herzinsuffizienz geht es vor allem darum, bei Auffälligkeiten schnell intervenieren zu können. Täglich werden wichtige Zeichen und Beschwerden der Herzinsuffizienz mittels telemetrischer Waage und Monitor mit Sprachinterface ermittelt und  übertragen. Dies soll Patienten in der regulären ambulanten Versorgung stabilisieren und für sie belastende Krankenhausbehandlungen vermeiden. Darüber hinaus schult das Programm die Patienten im guten Umgang mit ihrer Erkrankung.

AOK-Junior: Modul Essstörungen

Immer mehr junge Versicherte der AOK Nordost leiden an psychogenen Essstörungen wie Magersucht, Bulimie oder Binge Eating (sog. Esssucht). Von 2010 bis 2016 stieg die Zahl der Diagnosen um fast ein Drittel.

Gemeinsam mit dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte, der Beratungsstelle Dick & Dünn

e. V. und dem Berliner Start-Up „Jourvie“ hat die AOK Nordost als erste Krankenkasse ein digital unterstütztes Versorgungsprogramm zur Früherkennung und Frühbehandlung von psychogenen Essstörungen im Kindes- und Jugendalter umgesetzt. In das Angebot integriert ist die eigens von „Jourvie“ und der AOK Nordost entwickelte App „Elamie“.

Angehörige, meist die Eltern, bei deren Kindern der Arzt erste Anzeichen für eine drohende Essstörung feststellt, können mit Hilfe dieser App Auffälligkeiten im Verhalten ihrer Kinder erkennen und dokumentieren. „Bei der App ‚Elamie‘ handelt es sich um ein zeit- und ortsunabhängiges, niedrigschwelliges Angebot. Damit ist es genau das Richtige, um bei dem sensiblen Thema Essstörungen zu unterstützen.“ sagt Ekaterina Alipiev, Gründerin von Jourvie. „Mit ‚Elamie‘ gelingt es uns, die Eltern der Kinder in die konkrete Situation mit einzubeziehen. Durch das aktive Beobachten und Dokumentieren fühlen sie sich weniger hilflos“, bekräftigt Stefanie Stoff-Ahnis.

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Kommentare

  1. Anonym

    Und wann kommt diese Vernetzung? Laut Aussage der AOK Nordost sollte diese doch bereits seit Okt./ Nov. 2017 zur Verfügung stehen.

    vor 3 Monate
  2. Christian Klose

    Der Pilot zum Gesundheitsnetzwerk der AOK in Mecklenburg-Vorpommern ist bereits gestartet, auch wenn sich die Versicherten der AOK erst zu einem späteren Zeitpunkt einschreiben können. In der aktuellen Phase finden praxisnahe Tests in den beteiligten Arztpraxen und Krankenhäusern statt, um vor der Einschreibung größerer Patientenzahlen erste Erfahrungen zu sammeln und die Abläufe zu optimieren. Unter Einbeziehung von Testnutzern werden Technik und Prozesse „auf Herz und Nieren“ geprüft. Außerdem finden Schulungen des Praxis- und Krankenhauspersonals statt. Im März 2018 sollen sich interessierte Patienten einschreiben können, die in den beteiligten Arztpraxen und Kliniken behandelt werden.

    Christian Klose, CDO, AOK Nordost - Die Gesundheitskasse

    vor 3 Monate
  3. B. Abel

    Das hätte ich mir damals bei meiner kranken Mutter gewünscht. Von Facharzt zu Facharzt. Und immer wieder waren Termine umsonst weil der Hausarzt die letzten blutuntersuchen iss. nicht rechtzeitig oder gar nicht zugeschickt hat.
    Jedes mal alles erklären müssen was man nicht weiß. Unnötige doppelte und dreifache Untersuchungen und erhebliche Einbußen in der Lebensqualität waren die Folge.

    Wie sehr habe ich mir die Daten damals immer griffbereit auf der Versichertenkarte gewünscht !

    vor 3 Monate
  4. KatiK

    Hausarzt sollte doch den Überblick behalten, sonst entsteht Chaos

    vor 3 Monate
  5. KatiK

    Alle Infos gleichzeitig im Netz?? Griffbereit?? Ohne technische Schwierigkeiten- Pannen genannt?
    Korrektur von Fehlern möglich? ( Arzthelferin hat ' was falsch eingetippt...)

    vor 3 Monate

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