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5 Erkenntnisse aus der Corona-Krise, die überraschen

Die Covid-19-Pandemie hat neues Wissen in Sachen Gesundheit gebracht und den Blick auf viele Dinge verändert…

Das Vertrauen in den Staat hat zugenommen

Lange war es um das Vertrauen der Bevölkerung in den deutschen Staat nicht gut bestellt. Im August 2019 hielten bei einer Umfrage des Deutschen Beamtenbundes 61 Prozent der Menschen den Staat für überfordert und nur 34 Prozent meinten, dass er seine Aufgaben gut erfüllen kann. Experten sprachen damals von einem besorgniserregenden, seit mehreren Jahren spürbaren Trend. Die Covid-19-Pandemie hat nun das Verhältnis zwischen den Bürgern und den politischen Institutionen wieder verbessert – und so etwas wie eine Vertrauenswende bewirkt: Bei der gleichen Umfrage schätzten jetzt im September 56 Prozent den Staat für voll handlungsfähig ein – ein sattes Plus von 22 Prozent.

Senioren sind seelisch stärker als gedacht

Ältere Menschen galten zu Beginn des Lockdowns auch als Risikogruppe in Sachen psychischer Gesundheit. Viele waren überzeugt, dass die Isolation ihnen seelisch mehr als anderen schaden würde. Doch das war nicht der Fall: Eine Studie der Uni Leipzig mit 1.000 Teilnehmern zwischen 65 und 94 Jahren hat ergeben, dass Senioren den Lockdown psychisch mehrheitlich stabil erlebt haben. Sie fühlten sich nicht ängstlicher, depressiver oder einsamer als vor der Pandemie und sogar besser sozial unterstützt. Weshalb waren sie gegenüber der Situation so resilient? Die Forscher vermuten, dass es an ihrer Lebenserfahrung liegt – sie haben im Leben schon viele Belastungen gemeistert.

Kinder gehen ihrem Bewegungsdrang nach

Jeder hat es geahnt: Als Schulen und Kitas während der Covid-19-Pandemie geschlossen waren, haben Kinder und Jugendliche mehr Zeit vor Bildschirmen verbracht. Allerdings haben sie sich auch mehr als sonst im Alltag bewegt, so das überraschende Ergebnis einer Studie des Karlsruher Instituts für Sport und Sportwissenschaft. Organisierte sportliche Aktivitäten sanken während des Lockdowns zwar von 28,5 auf null Minuten am Tag. Dafür nahmen „unorganisiertes Sporttreiben“ von 6,6 auf 23,4 Minuten und Alltagsaktivitäten wie Spazierengehen von 107,3 auf 143,5 Minuten zu. Das Fazit der Wissenschaftler: Haben Kinder entsprechende Freiräume, kommen sie ihrem Bewegungsdrang von sich aus nach. Daher sollte es besonders in Städten für sie genügend Bewegungsflächen geben.

Der gesellschaftliche Zusammenhalt hat sich verbessert

Geschlossene Grenzen, Kontaktbeschränkungen, Homeoffice statt Büro: Die Covid-19-Pandemie hat viele Menschen lange getrennt – und trennt sie immer noch. Allerdings hat die erzwungene Distanz die Deutschen nicht auseinandergebracht, sondern sie vielmehr zusammengeschweißt, wie Zahlen des „Radar gesellschaftlicher Zusammenhalt 2020“ der Bertelsmann Stiftung zeigen. Für die Studie wurden 3.010 Menschen befragt, 1000 davon noch einmal im Mai und Juni. Das Ergebnis: Im Februar sahen 46 Prozent den Zusammenhalt in Deutschland als gefährdet an, im Juni waren es nur noch 36 Prozent. Zudem nahm im gleichen Zeitraum der Eindruck ab, dass sich die Leute nicht um ihre Mitmenschen kümmern würden – und zwar von 41 auf 21 Prozent.

Den Deutschen ist Gesundheitsvorsorge nun wichtiger

Die Covid-19-Pandemie hat den Blick der Deutschen mehr auf die Gesundheitsvorsorge gerückt. 44 Prozent von ihnen halten Präventionsmaßnahmen wie das Impfen seit dem Ausbruch des Coronavirus für wichtiger – das zeigt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag von Pfizer Deutschland. Allerdings: Nur 58 Prozent der Deutschen beurteilen das Gesundheitssystem als gut darin, Krankheiten vorzubeugen. Eine bessere Information über Prävention, Angebote wie Impfungen in Apotheken, eine Präventionsapp sowie Bonusprogramme sehen die Befragten zudem als hilfreich an, damit sie selbst mehr Vorsorgemaßnahmen nutzen.

Quellen:

Copyright Artikelfoto: Lyon / Photocase

Kommentare

  1. Pedro Jimenez

    Regierungsblabla wie in besten DDR-Zeiten

    vor 6 Tage
  2. Peter Wege

    Sehr sachliche und fundierte Informationen.

    vor 5 Tage
  3. Peter Kindel

    Guter, positiv gehaltener Artikel.
    Nur das Pfizer ausgerechnet beim "Meinungsforschungsinstitut" Civey eine repräsentative Umfrage in Auftrag gibt, ist für mich vollkommen unverständlich.
    Auszug aus Wikipedia:
    "Kritik
    Civey sieht sich mit zunehmendem Bekanntheitsgrad Kritik ausgesetzt, die meistens darauf abzielt, dass die Umfrageergebnisse, anders als behauptet, tatsächlich nicht repräsentativ seien."
    Siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Civey

    vor 4 Tage

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