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Welt_AIDS-Tag_Buehne

Kein AIDS für alle! Wie geht das?

Am 1. Dezember ist Welt-AIDS-Tag. Und die Deutsche AIDS-Hilfe verbindet den Tag mit einem ehrgeizigen Ziel: Im Jahr 2020 soll sich in Deutschland niemand mehr mit HIV infizieren. Geht das?

Das ist die aktuelle Situation in Deutschland: Nach neuesten Schätzungen des Robert-Koch-Instituts haben sich 2016 rund 3.100 Menschen neu mit HIV infiziert. Diese Zahl ist seit etwa zehn Jahren stabil – auf zu hohem Niveau. AIDS ist heute in den meisten Fällen keine tödliche sondern eine chronische Erkrankung. Doch Europa ist der einzige Kontinent auf der Welt, auf dem die Zahl der Infektionen weiter steigt. Interessant dabei: Während in Deutschland die Neuinfektionen bei der Hauptrisikogruppe der Männer, die Sex mit Männern haben, seit Jahren leicht rückläufig sind, steigt die Zahl derer, die sich auf heterosexuellem Wege mit dem HI-Virus anstecken. Und die Aufklärungsinitiative Jugend gegen AIDS e.V. hat kürzlich gemeinsam mit der Dating-App LOVOO, unterstützt von der WHO, mehr als 6100 Jugendliche in mehr als sieben Ländern in Europa zum Thema Aufklärung befragt. Ein Ergebnis für Deutschland fällt dabei auf: 29,7 Prozent der Jugendlichen gaben an, nicht mit Kondomen zu verhüten.

Liegt das Problem also eher in einem mangelnden Risikobewusstsein als in einer lückenhaften Prävention? Die AIDS-Hilfe fordert, Angebote für HIV-Tests und die frühestmögliche Therapie nach Diagnose weiter auszubauen.

Zudem lohnt sich ein Blick über den nationalen Tellerrand: In Frankreich wird die 2016 in der EU zugelassene, medikamentöse HIV-Prophylaxe von den Krankenkassen erstattet und gut angenommen. Großbritannien beobachtet in diesem Zusammenhang sogar schon einen Rückgang der Infektionen. Auch für Deutschland würden sich die Mehrausgaben für die Prophylaxe volkswirtschaftlich rechnen. Doch hierzulande wird noch darüber diskutiert, wie die Erstattung einer Prophylaxe aussehen könnte.

Ist Ihnen AIDS noch präsent? Was muss geschehen, um Neuinfektionen zu vermeiden?

Kommentare

  1. Anonym

    Das Thema ist nicht in den Medien, also gibt es es nicht: Aus den Augen aus dem Sinn, es trifft nur die Anderen. Jedenfalls ist das doch das bei vielen Themen so...

    vor 11 Monate

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