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Vorsicht (durch) Impfen

Der Backfire-Effekt und die hartnäckige Skepsis der Anti-Vaxxer

Irren ist menschlich, doch von einem Irrtum abzulassen, ist gar nicht so einfach. Zumindest nicht, wenn es um Herzensangelegenheiten geht. Beispiel Impfung: Gut drei Viertel der Deutschen, 77 Prozent, befürworten diese Schutzmaßnahme. Fünf Prozent lehnen sie explizit ab – so eine Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Warum das Thema dennoch Thema ist, liegt daran, dass es keine große Impflücke braucht, um die ganze Idee der Schutzimpfung zu gefährden.

Die Impfgegner zu überzeugen scheint unmöglich: So konfrontierte eine Gruppe US-amerikanischer und britischer Politologen und Mediziner Eltern von Kleinkindern am Beispiel Masern-Mumps-Röteln (MMR) mit verschiedenen Argumentationsansätzen (Bild unten). Das Ergebnis: Eltern, die vorher schon sehr skeptisch waren, kannten jetzt zwar die Fakten, wurden aber noch impfunwilliger. Das Gleiche zeigte sich bei der Grippeimpfung: Probanden, die Sorge hatten, dadurch krank zu werden, wurden zwar darüber aufgeklärt, dass Totimpfstoff gar keine Erkrankung auslösen kann. Doch ihre Impfbereitschaft ging danach noch mehr in den Keller.

Argumentationsansätze
Die Macht der Mythen

Die Wissenschaftler schreiben das dem sogenannten Backfire-Effekt zu, nach dem sich feste Überzeugungen, werden sie mit Gegenbeweisen konfrontiert, weiter verhärten. „Wenn dein Selbstempfinden und Weltbild herausgefordert sind“, so Jason Reifler von der Universität von Exeter, „brauchst du einen Verteidigungsmechanismus. Es ist viel leichter zu sagen: ‚Diese Information ist falsch‘, als zu sagen: ‚Wie ich die Welt sehe, hat sich als falsch herausgestellt‘.“ Der Backfire-Effekt wird vor allem bei politischen Verschwörungstheorien beobachtet.

Dass die Beharrlichkeit von Impfgegnern einem ähnlichen Phänomen geschuldet ist, schlussfolgern auch Psychologen der Universität Edinburgh, die ebenfalls die Einstellungen zur MMR-Impfung untersucht hatten. Zum Backfire-Effekt käme jedoch der Effekt der Illusory Truth hinzu, nach dem die reine Wiederholung von Mythen diese stärke. Alleine ihre Präsenz gäbe Mythen den Anschein von Glaubwürdigkeit, „weil Menschen dazu neigen, Wiederholung als Wahrheit misszuverstehen“.

Meinungen Sicherheit

Kommentare

  1. Rene

    Impfen ist immer sinnvoll und gut um nicht zu erkranken. Jetzt im November ist die grippeimpfung dran wo alle dran denken sollten und sich impfen lassen.

    vor 10 Monate
  2. Bruno Mühl

    Schwachsinniger Hinweis! Zeige mir die Placeobodoppelblindstudien zum Impfen! Es gibt keine! Warum wohl?
    Früher dachte ich das auch, mittlerweile bin ich schlauer geworden. Impfen ist NIE sinnvoll.

    vor 1 Monat
  3. Redaktion

    Hallo Bruno Mühl, Impfungen haben in den vergangenen Jahrzehnten wesentlich dazu beigetragen, gefährliche Infektionskrankheiten zu verhindern oder zumindest das Risiko dafür wesentlich zu reduzieren. Zusätzlich ist bei vielen Impfungen zu bedenken, dass sie nicht nur den Einzelnen, sondern auch diejenigen schützen, die selbst nicht geimpft werden. Studien zu Arzneimitteln und Impfstoffen sind in der Regel immer Vergleichsstudien, da der neue Wirkstoff entweder gegen Placebo, eine bereits zugelassene Therapie oder im Fall von Impfungen gegen einen bereits zugelassenen Impfstoff verglichen wird. Um eine Verzerrung von Studienergebnissen zu verhindern, werden die Studien in der Regel doppelblind durchgeführt, d.h. weder der Studienleiter noch der -teilnehmer wissen, ob der neue Wirkstoff, ein Placebo oder eine bereits zugelassene Therapie bzw. ein bereits zugelassener Impfstoff eingesetzt wird. Übrigens: Auch nach der Zulassung wird die Sicherheit von Arzneimittel und Impfungen überwacht und Hersteller sowie Behörden sammeln kontinuierlich Informationen über Nebenwirkungen - unabhängig davon ob im ursächlichen Zusammenhang oder zufällig aufgetreten.
    vor 1 Monat
  4. Ruth Trebus

    Ich finde es sehr wichtig sich Impfen zu lassen ,

    vor 10 Monate
  5. Chris

    Komisch, ich war direkt nach der Grippeimpfung neben dem steifen Arm erstmal 2 Wochen krank. Bestimmt nur Zufall und hatte mit der Impfung nichts zu tun.

    Mit dem Strohmannargument "Backfire-Effekt" könnte man genauso gut die Impfszene belasten. Blindes Vertrauen in ein riesiges System dass natürlich nur euer Bestes will und jede Kritik daran wird sofort als "ist ja nicht wahr, kann nicht sein, etc" abgeblockt.

    Um mich zu überzeugen bedarf es eines am freien Markt entstandenen Produkts ohne Einfluss von Politik dessen Doppelblindstudie (KEINE Vergleichsstudie) einen höheren Nutzen als Risiko ausweist. Sollte doch nicht so schwer sein, oder?

    vor 10 Monate
  6. Redaktion

    Lieber Chris,

    in Einzelfällen können Beschwerden wie Rötungen, Schwellungen und Schmerzen an der Impfstelle, aber auch Allgemeinreaktionen wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen nach einer Impfung auftreten. Diese Reaktionen sind Ausdruck der erwünschten Auseinandersetzung des Immunsystems mit dem Impfstoff, die notwendig ist, damit das Immunsystem eine körpereigene Abwehr gegen das Virus oder Bakterium aufbaut. Die Reaktionen klingen in der Regel nach wenigen Tagen komplett ab

    Studien zu Arzneimitteln und Impfstoffen sind in der Regel immer Vergleichsstudien, da der neue Wirkstoff entweder gegen Placebo, eine bereits zugelassene Therapie oder im Fall von Impfungen gegen einen bereits zugelassenen Impfstoff verglichen wird. Um eine Verzerrung von Studienergebnissen zu verhindern, werden die Studien in der Regel doppelblind durchgeführt, d.h. weder der Studienleiter noch der -teilnehmer wissen, ob der neue Wirkstoff, ein Placebo oder eine bereits zugelassene Therapie bzw. ein bereits zugelassener Impfstoff eingesetzt wird. Übrigens: Auch nach der Zulassung wird die Sicherheit von Arzneimittel und Impfungen überwacht und Hersteller sowie Behörden sammeln kontinuierlich Informationen über Nebenwirkungen - unabhängig davon ob im ursächlichen Zusammenhang oder zufällig aufgetreten.

    vor 10 Monate
  7. A. Weiser

    Auch ich finde, daß Impfungen sinnvoll sind. In unserer Familie und Verwandtschaft wurden alle geimpft, bis heute und es ist Gott sei Dank noch nicht's passiert. Aber ich finde die Erkrankungen durch eine Nichtimpfubg wollte ein jeder seiner Familie ersparen...

    vor 10 Monate
  8. Mama von H und A

    Ich habe zwei Kinder. Das erste war, von mir aus rein zufällig, nach JEDER Impfung krank. Mit Schmerzen und sehr hohen Fieber! Selbst nach der Grippeimpfung. Steifer Arm, sehr DICK und ne zwei Wöchige Erkältung mit hohem Fieber. Das zweite Kind hatte kaum Probleme. ... Impfen auch für mich ein schwieriges Thema. Harmlos ist es auf keinen Fall, aber ein guter Schutz vor gefährlichen Erkrankungen

    vor 10 Monate
  9. Silke Krämer-Lübberink

    Impfungen sind unumgänglich. Nur so sind auch Säuglinge und immungeschwächte Menschen die nicht geimpft werden können im höchstmoglichen Maße geschützt. Wir leben im 21. Jahrhundert und sollten froh sein diese Möglichkeit zu haben

    vor 10 Monate
  10. Max

    Die Frage ist doch folgende... Warum werden für Impfstoffe keine Placebo Studien durchgeführt? Damit könnten jede Zweifel ganz einfach vom Tisch gefegt werden. Aber natürlich nur dann, wenn das Ergebnis stimmen würde...

    vor 10 Monate
  11. Sylvia

    Ich arbeite im Gesundheitswesen und da ist es auf jeden Fall notwendig sich Grippe impfen zu lassen. Es ist Schade das sich viele davor scheuen. Es müßte zur Pflichtimpfung aufgerufen werden. Ich gehe jedes Jahr zur Grippe Impfung und bin sehr zufrieden.

    vor 10 Monate
  12. Anonym

    Ich finde es auch sehr wichtig das müsste Gesetz werden .das jedes Kind geimpft werden müsse

    vor 10 Monate
  13. Mad

    Dass wir heute deutlich weniger schwere Krankheiten haben ist doch mehr als bewiesen... ebenso dass Placebo und Doppel Blind Studien durchgeführt werden...

    Aber wie dieser Artikel schon beschreibt... wer von seiner Weltanschauung nicht abrücken möchte wird dies auch nicht durch diesen Artikel ändern.

    vor 10 Monate
  14. Anonym

    Wenn der Arm wie gelähmt ist nach der Impfung kann ja was nicht stimmen. Und wenn man 14 Tage hohes Fieber hat wehrt sich der Körper. Warum hört man nicht auf sein Körpergefühl und lässt es sein. Der Körper will sich immer selber heilen, also lieber 3 Tage erhöhte Temperatur und der Körper ist wieder rein, als Totviren im Körper zu haben die man nie mehr los wird.

    vor 9 Monate
  15. Ines

    Ich hatte zwar nie Probleme damit, soweit ich weiß. Aber solange es Kinder gibt, die nach einer Impfung schwer erkranken und dann lebenslang schwer behindert sind, ist das durchaus ernst zu nehmen und sollte offen und ehrlich aufgeklärt werden bzw erforscht werden, woran das liegt. Klar hat Impfen tödliche Epidemien gestoppt. Das stimmt! Aber einen ehrlichen Umgang mit denen, bei denen es so schlimme Folgen hat, haben die Opfer verdient und eine Wiedergutmachung auch, wie bei den Contergan-Kindern!!! Ungeschehen kann man es nicht machen, aber den Schaden für sie und künftige begrenzen!

    vor 9 Monate
  16. Redaktion

    Impfungen haben in den vergangenen Jahrzehnten wesentlich dazu beigetragen, gefährliche Infektionskrankheiten zu verhindern oder zumindest das Risiko dafür wesentlich zu reduzieren. Zusätzlich ist bei vielen Impfungen zu bedenken, dass sie nicht nur den Einzelnen, sondern auch diejenigen schützen, die selbst nicht geimpft werden.
    Wie alle Medikamente können Impfstoffe jedoch auch zu Nebenwirkungen führen. Wir bei Pfizer nehmen die potenziellen Risiken von Impfungen sehr ernst. Bevor Impfungen auf den Markt kommen dürfen, müssen sie sich umfassenden Tests unterziehen, die auch Risikobewertungen einschließen.
    Zusätzlich unterliegen Impfstoffe wie andere Arzneimittel auch einer behördlichen Dauerüberwachung: Hersteller oder Ärztinnen und Ärzte müssen den Verdacht einer über das übliche Maß einer Impfreaktion hinausgehenden gesundheitlichen Schädigung melden, die zuständigen Behörden werten fortlaufend neue wissenschaftliche Literatur aus.
    Es ist gut verständlich, dass eventuelle Impfschäden emotional besonders schwer wiegen. Wer durch eine öffentlich empfohlene Schutzimpfung einn Impfschaden erlitten hat, erhält auf Antrag Versorgung nach dem Bundesversorgungsgesetz.

    vor 9 Monate
  17. Anonym

    Ich ließ mich vor dem Oktoberfest impfen, bekam aber eine heftige Erkältung, jedoch keine Grippe. Viele denken, dass man nach einer Grippeimpfung auch keine Erkältungen mit Fieber bekommen sollte. Ist selbstverständlich eine falsche Annahme.

    vor 3 Monate

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