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Wirkt das Medikament auch bei einem 140-Kilo-Mann

Gesundheitskompetenz

Wirkt das Medikament auch bei einem 140-Kilo-Mann?

Nicht jede Frage zu einem Arzneimittel wird im Beipackzettel beantwortet. Weswegen die medizinische Informationsabteilung von Pfizer auch telefonisch oder schriftlich Auskunft gibt. Etwa 28.000 Anfragen gehen dort jährlich ein. Vor allem Ärzte und Apotheker melden sich mit speziellen Anliegen zur Anwendung von Pfizer-Produkten, aber auch Patienten.

„Kann ich das Arzneimittel auch bei einem Patienten mit einem Körpergewicht von 140 kg einsetzen? Und wenn ja: Welche Dosis ist in diesem Fall zu empfehlen?“ – „Muss ich bei einer 80-jährigen Diabetikerin das Mittel anders dosieren als bei einem ansonsten gesunden Erwachsenen?“ „Ich habe das Medikament drei Stunden außerhalb des Kühlschranks gelagert, darf ich es noch verwenden?“ Mit Fragen wie diesen wenden sich Ärzte und Apotheker, aber auch Patienten an die Abteilung „Medical Information“ bei Pfizer, wo ein Team aus Medizinern, Pharmazeuten und weiteren Naturwissenschaftlern Auskunft gibt. Jeder zweite Anruf kommt von Apothekern, gut ein Drittel von Ärzten und rund 15 Prozent von Patienten.

Während medizinisches Fachpersonal breit informiert werden kann, sind die Auskunftsmöglichkeiten für Patienten eher begrenzt: Über die Fachinformation hinaus darf Pfizer aus rechtlichen Gründen keine weiteren Auskünfte geben und verweist daher in diesen Fällen auf den behandelnden Arzt oder Apotheker. Wenn sich diese Fachgruppen bei Pfizer melden, schauen die Erst-Berater zunächst in  die Fachinformation (quasi die „Gebrauchsanweisung“ für den Arzt). Lässt sich die medizinische Frage damit nicht beantworten, durchsuchen Spezialisten – Pharmazeuten, Mediziner oder Angehörige anderer Naturwissenschaften – beispielsweise Ergebnisse von klinischen Studien oder die wissenschaftliche Literatur.

Ziel ist die optimale Behandlung des Patienten

So fragte etwa ein Arzt: „Ich habe einen Patienten, der 140 kg wiegt bei einer Körpergröße von 185 cm. Wie muss ich die Dosis des Medikaments anpassen?“

Weil sich diese Frage auf Basis der Fachinformation nicht beantworten ließ, bekam sie einer der Pfizer-Spezialisten auf den Tisch. Er verglich die Ergebnisse aus verschiedenen klinischen Studien insbesondere die Daten zur Wirksamkeit und Verträglichkeit in der entsprechenden Patientengruppe. Außerdem schlug er Leitlinien nach und startete eine Literaturrecherche. Ziel ist es in jedem Fall, dem Arzt bzw. Apotheker die wissenschaftlichen Daten zu liefern, auf deren Basis er über die optimale Behandlung des Patienten entscheiden kann.

In den Zulassungsstudien fanden sich bei dieser Anfrage keine Anhaltspunkte für eine Dosisanpassung aufgrund des Gewichts. Auch die Leitlinien und Fachliteratur enthielten keine entsprechenden Hinweise. Den wissenschaftlichen Daten zufolge konnte der Arzt – sofern aus seiner Sicht keine anderen Faktoren dagegen sprachen – nun also das Produkt in der üblichen Dosierung auch bei dem übergewichtigen Patienten anwenden.

Übrigens: Auch Hinweise auf unerwünschte Arzneimittelwirkungen oder pharmazeutisch-technische Reklamationen wie beschädigte Arzneimittelpackungen nimmt die Abteilung „Medical Information“ entgegen und leitet sie an die verantwortlichen Abteilungen weiter.

Anke Beyer ist der Country Relationship Manager der medizinischen Informationsabteilung bei Pfizer Deutschland.

Anke Beyer ist der Country Relationship Manager der medizinischen Informationsabteilung bei Pfizer Deutschland.

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