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Christina Claußen Gesundheitskompetenz Beipackzettel

Gesundheitskompetenz

AG Beipackzettel: Von der Zumutung zur Zusammenarbeit

„Das, was wir von Euren Medikamenten als erstes sehen, ist der Beipackzettel und der ist nicht gut. Er ist zu lang, man versteht ihn nicht, es steht zu viel Negatives drauf, er ist zu klein gedruckt, und man kann ihn, wenn man ihn einmal auseinandergefaltet hat, nicht wieder zusammenklappen. Diese Patientenmeinungen gaben 2006 den Anstoß dafür, dass wir die AG Beipackzettel ins Leben gerufen haben. Es war die erste interdisziplinäre Arbeitsgruppe von Pfizer-Kollegen und Patientenvertretern, bei der es galt, etwas gemeinsam zu verbessern. Ich erinnere mich noch an die allererste Arbeitsgruppen-Sitzung: Die Patienten hatten wenig Verständnis für Verweise auf gesetzliche Vorgaben und die Pfizer-Kollegen traf der Vorwurf hart, bisher Beipackzettel nicht im Sinne von Patienten verfasst zu haben.

Dabei haben wir gelernt, dass es ganz schön anstrengend sein kann, sich über Themen von Relevanz auszutauschen und dabei noch etwas zu verbessern. Dass, wenn wir etwas für Patienten produzieren, wir sie nach ihrer Meinung fragen sollten. Und wir haben auch gelernt, dass Patienten eine ungeheure Willensstärke und einen ganz langen Atem haben.

Zum Beispiel, als wir in der Anfangsphase Wort für Wort und Satz für Satz gemeinsam durchgegangen sind, um die Informationen verständlicher zu formulieren. Wir sind darin einen ersten Schritt vorangekommen. Dann haben wir gemerkt, dass wir an juristische Grenzen stoßen und sind an nationale und europäische Behörden sowie Institutionen herangetreten. Derzeit werden dort Diskussionen über die Digitalisierung des Beipackzettels geführt.

Die Zusammenarbeit mit Patienten hat sich seitdem stark weiterentwickelt. Heute arbeiten wir zusammen an digitalen Plattformen wie „Hilfe für mich“, die Patienten den Weg und die Navigation durch schwere Erkrankungen wie eine Krebserkrankung erleichtern sollen. Dabei hilft uns die enge Zusammenarbeit mit den Patientinnen und Patienten, die Informationen so aufzubereiten, dass sie auch verständlich sind. Und so profitieren wir auch in diesem Projekt von unseren Erfahrungen aus der AG Beipackzettel.

Christina Claußen, Director Patient Relations und Alliance Management

 

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