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Fortschritt

Impfen in der Apotheke – Was meinen Sie?

Nachdem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) beim Deutschen Apothekertag in München erklärt hatte, er könne sich Impfungen in Apotheken durchaus vorstellen, wenn man dabei auch die Ärzte mit ins Boot holen würde, wird über diese Frage diskutiert.

 

Ärzte sind bislang eher skeptisch. So sagte Hausärzte-Chef Ulrich Weigeldt: Um die Impfquoten nachhaltig zu steigern, dürfe man die Verantwortung nicht auf immer mehr Schultern verteilen. Vielmehr benötigten die Patienten einen eindeutigen Ansprechpartner, der die Gesamtverantwortung trägt.

 

Obwohl sich politische Abgeordnete in der Frage einig zu sein scheinen, dass ein neues Modell ohne zusätzliche Qualifikation und Weiterbildung der Apotheker nicht funktionieren würde, gibt es grundsätzlich unterschiedliche Meinungen über den Vorschlag, die Kompetenzen beim Thema Impfen anders zu verteilen als bisher.

 

Harald Weinberg, Sprecher für Gesundheitspolitik bei der Fraktion der Linken, sieht es als Aufgabe der Ärzte, zu beraten und zu impfen. "Wenn es sich um eine komplexe Impfung wie bei Fernreisen handelt, möchte ich schon von einem Arzt beraten werden," sagte er.

 

Anders sieht es Karin Maag, Sprecherin der Unionsfraktion: "Der Mensch ist bequem. Wenn man gerade dort ist, warum sollte man sich nicht in einer Apotheke impfen lassen?", fragte sie.

 

Für Maria Klein-Schmeink, gesundheitspolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen ist dagegen klar: "Wenn die Qualität in den Apotheken vorhanden ist, dann sollte natürlich auch dort geimpft werden. Wir werden es uns in Zukunft nicht mehr leisten können, einzelne Einrichtungen im Gesundheitswesen von der Versorgung der Menschen auszuschließen.“

Fotos: 

Teaser: Kwangmoozaa/Getty

Artikel: Rike./Photocase

Kommentare

  1. Anonym

    Mein Ehemann ist als PTA in einer Apotheke tätig. Zum einen hätte er kaum die Zeit und zum anderen nicht die Ausbildung und die Gegebenheiten zum Beispiel auf eine allergische Reaktion oder ähnliches zu reagieren und diese zu behandeln. Hatte man die letzten Jahrzehnte schon Sorge um die Qualität im Gesundheitswesen, weiss man nun dank unserem kreativen Spar- ähm... Gesundheitsminister, dass es immer schlimmer geht...vielleicht könnte ich als Erzieherin die Vorsorgeuntersuchungen bei den Kindern machen. Wenn die tagsüber eh bei mir sind.Und mein Friseur ersetzt den Gyn und mein Fleischer renkt mir den Rücken ein...

    vor 2 Wochen
  2. Anonym

    "Einfache Impfungen" ja, vor allem in Gebieten mit geringer MedizinerInnendichte kann das Ärzte entlasten. Komplexere Impfungen, die Beratung erfordern, sollte ein*e Ärzt*in vornehmen

    vor 2 Wochen
  3. Michéle I.

    Eine Impfung ist etwas anderes als ein Hustenbonbon oder eine Packung Aspirin! Impfungen bergen auch gewisse Gefahren und nicht jeder sollte alle möglichen Impfungen machen lassen. Ich denke, dass ein Arzt eine wesentlich bessere Wahl ist, gerade wenn es um den individuellen Patienten geht. In der Regel lässt man sich bei seinem Hausarzt impfen, der einen gesundheitlich sicher besser einschätzen kann und auch auf die dafür notwendigen Informationen (Blutuntersuchungen, Urinstatus, usw) zugreifen kann. Man sollte hier raus kein Geschäftsmodell machen! Eine Impfung ist eine ernste Sache, die man nur machen sollte, wenn es dringend erforderlich ist und zum Vorteil für den Patienten. Was für den einen ein Vorteil, kann für den nächsten völlig überflüssig oder sogar gesundheitlich bedenklich sein. Bei Impfungen ist schon viel schief gegangen, es kann allergische Reaktionen auslösen, Krankheiten auslösen und es haben auch schon Impfungen zum Tod geführt. Sollen die Apotheker dann auch Akten über ihre Kunden anlegen oder gar alle medizinischen Daten bald digital abrufbar sein? So stellen sich das einige sicher vor...

    vor 2 Wochen
  4. Anonym

    Am besten überall Impfautomaten aufstellen, wo jeder sich selber impfen kann, um ja keine dieser nutzlosen und schädlichen Impfungen zu verpassen.

    vor 2 Wochen
  5. Irina L.

    Ich lasse meine Reiseimpfungen im Globetrotter (einem Geschäft für Outdoor-Equipement) machen, und das ist super - keine hustenden Leute um mich rum, ich kann noch meine Einkäufe erledigen, und werde gut beraten (die macht ein Arzt). Meine Grippeimpfung mache ich im Unternehmen beim Betriebsarzt. Keine Ahnung, ob ein Apotheker so gut impfen kann wie ein Arzt, aber ansonsten find ich es sinnvoll für eine Impfung nicht im Wartezimmer eines Arztes rumsitzen zu müssen.

    vor 1 Woche
  6. Anonym

    Falls es zu Impfreaktionrn kommt, ist es sinnvoll, wenn die Ärzt*innen wissen, dass und was geimpft wurde. Ärzt*innen sollten durch Gesundheitsassistent*innen entlastet werden, die etliche Aufgaben (nicht nur Impfen) übernehmen könnten und im Zweifelsfall die ärztlichen Kolleg*innen zu Rate ziehen können.
    Das würde unser Gesundheitswesen verbessern und entlasten.

    vor 1 Woche

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