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„Wir brauchen ein neues Denken, ein Konzept zur Krebsvermeidung und Krebsfrüherkennung.“

Krebserkrankungen möglichst verhindern, Heilungschancen durch neue Therapien verbessern, Lebenszeit und -qualität von Betroffenen erhöhen – das sind die Ziele der "Nationalen Dekade gegen Krebs", die Ende Januar von der Bundesregierung ausgerufen wurde. In Zusammenarbeit mit Patientenvertretern, Wissenschaft, Forschung, Stiftungen und nicht zuletzt der Industrie soll die Krebsforschung in Deutschland weiter gestärkt und dadurch Prävention, Früherkennung, Diagnose und Behandlung vorangebracht werden.

Prof. Markus Kosch, globaler Leiter im Bereich Immuntherapien und Lungenkrebs bei Pfizer, über die Bedeutung der Prävention bei Krebs und den Beitrag der Industrie im Rahmen einer Strategie gegen Krebs.

Krebs ist eine gewaltige Herausforderung – für die Medizin wie für die Gesellschaft: Jeder zweite Mensch in Deutschland erkrankt im Laufe seines Lebens an Krebs. Noch immer versterben mindestens 40 Prozent der Betroffenen an der Erkrankung. Umso wichtiger, dass sich die Bundesregierung mit der „Nationalen Dekade gegen Krebs“, die ein wesentliches Element des Koalitionsvertrages ist, diesen Herausforderungen stellen möchte.

Wir brauchen ein neues Denken, ein Konzept zur Krebsvermeidung und Krebsfrüherkennung.

Und ich denke, gemeinsam lässt sich viel erreichen. Dabei sollten wir uns ambitionierte Ziele setzen. Krebs sollte nicht länger als „Schicksal“ akzeptiert werden. Wir brauchen ein neues Denken, ein Konzept zur Krebsvermeidung und Krebsfrüherkennung, damit Tumorerkrankungen gar nicht erst entstehen, bzw. im Frühstadium erfolgreich behandelt werden können. Wir erreichen diese Ziele insbesondere mit einem Fokus auf Prävention & Früherkennung, einer Forschung an der Präzisionsdiagnostik und der besseren Nutzung von Big Data und der Digitalisierung in der Onkologie.

 

In den vergangenen zehn bis fünfzehn Jahren hat sich im Bereich der therapeutischen Möglichkeiten bereits sehr viel getan: Vor 2001 – und der Entschlüsselung des menschlichen Genoms - waren nur wenige Tumorarten und deren Zusammensetzung bekannt - beim Lungenkrebs zum Beispiel kannte die Medizin in den 1980er Jahren das sogenannte kleinzellige und das nicht-kleinzellige Karzinom. Seit 2001 wurden mehr als 20.000 Krebsgenome sequenziert. Die Fortschritte innerhalb von 17 Jahren sind gigantisch. Um auf das Lungenbeispiel zurückzukommen: Bis heute haben Wissenschaftler fast 20 Biomarker von Lungentumoren identifiziert. Für die Therapien bedeutet dies, dass sie für Patientinnen und Patienten immer besser und zielgerichteter werden.

Wir können dabei unterstützen, neue Therapien und Diagnostikverfahren schnellstmöglich in die Versorgung zu bringen.

Aus Perspektive der Medizin lautet die Frage also: Wie schaffen wir es, diese Innovationskraft – von neuen Therapien über neue Diagnostikverfahren – schnellstmöglich in die Versorgung zu bringen? Ich denke, hier kann gerade die Industrie, die insbesondere in der klinischen Forschung stark ist, die Bundesregierung und alle Partner der Dekade gegen Krebs unterstützen. Das wirkt auf den ersten Blick wie ein ziemlich komplexer Part der Dekade gegen Krebs. Doch er ist erreichbar mit der Zusammenarbeit aller Akteure im Gesundheitswesen.

Wir brauchen ein gesellschaftliches und politisches Umdenken hinsichtlich der Prävention von Krebserkrankungen.

Die wahrscheinlich größte Herausforderung ist die Prävention. Denn mit Blick auf die Zahlen der Wissenschaft, könnten je nach Studie zwischen 30 und 50 Prozent der Krebserkrankungen durch Vermeidung von Risikofaktoren und die Umsetzung von einfachen Präventionsstrategien verhindert werden. Rauchen, schlechte Ernährung, wenig Bewegung, zu viel Alkohol und UV-Strahlung: Wir brauchen ein gesellschaftliches und politisches Umdenken hinsichtlich der Prävention von Krebserkrankungen. Deshalb ist der Schritt zu begrüßen, ein Nationales Krebspräventionszentrum in Kooperation zwischen dem DKFZ in Heidelberg und der Deutschen Krebshilfe zu gründen.

 

Die Ziele zu erforschen, welche Rolle chronische Entzündungen für die Entstehung von Krebs spielen, welche Testmethoden aus der Molekularbiologie für die Früherkennung entwickelt werden und ob weitere Impfungen zur Krebsprävention gefunden werden können. Die Forschung in Heidelberg kann aber nur die Grundlage für eine gesellschaftliche Debatte legen, die wir alle gemeinsam anstoßen müssen.

 

Für Translation und Prävention kann die Dekade gegen Krebs also der richtige politische und gesellschaftliche Aufschlag sein. Wir müssen dabei aber groß denken,die Innovationskraft aller Akteure nutzen und die Chancen vorantreiben.

Copyright Artikel-Foto: SCIENCE PHOTO LIBRARY / Getty; Artwork: Lymphozyten greifen eine Krebszelle an

Kommentare

  1. Anonym

    Das Ganze ist verlogen, wenn nicht das Geoengineering, die Verwendung von Glyphosat und der Impfwahnsinn mit seinen giftigen Adjuvantien beendet und 5G verhindert wird. Nein, das bis jetzt geleugnete Geeoengineering wird jetzt angedacht, das Impfen wird weltweit gepusht und 5G - nun, man sieht wie mehr und mehr Bäume dafür weltweit gefällt werden. Die Dekade gegen den Krebs ist nur eine Neuauflage des von Nixon ausgerufenen Kampf gegen Krebs. Qui bono.

    vor 5 Monate
  2. Redaktion

    Liebe Kommentatorin, lieber Kommentator, wir sehen in einem gemeinsamen Fortschritt gegen Krebs, präventiv und therapeutisch den großen Nutzen vor allem für die Menschen – dadurch, dass die Krebsentstehung häufiger als heute vermieden werden kann und dadurch, dass Krebs besser behandelt werden kann als heute. Und mit Blick auf Impfungen: Wir halten sie für eine der wichtigsten Errungenschaften der Medizin und für die beste Maßnahme zum Schutz vor Infektionserkrankungen.

    vor 5 Monate
  3. Anonym

    Cannabis warum wird es nicht eingesetzt
    Das ist unglaublich lieber Menschen qwällen und sterben lassen traurig
    Das Altersheim kann durch Cannabis vielen alten Menschen helfen sogar Kinder mit tumoren 😢😢

    vor 5 Monate
  4. Karin Postatny

    Das Cannabis nicht legalisiert wird liegt nicht nur an der Regierung sondern auch an der Pharmaindustrie. Die könnten dicht machen würde Cannabis legalisiert, naja fast dicht. Denn noch kann man nicht alles mit Cannabis heilen aber vieles. Es ist ein Armutszeugnis in der heutigen modernen Welt wo doch Fortschritt und Wachstum an erster Stelle stehen, Cannabis wie im Mittelalter zu verbieten, wo doch auch Alkohol mit zu den gefährlichsten Drogen der Welt gehört. Cannabis würde so vieles erleichtern und nicht nur für Patienten. Aber, warum sollte die Regierung und Pharmaindustrie daran interessiert sein das es der Menschheit gut geht.

    vor 5 Monate
  5. Redaktion

    Liebe Frau Postantny, wir haben uns einmal zur Verschreibungsfähigkeit von Cannabis umgesehen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung, das ist die politische Interessenvertretung von rund 172.000 in Praxen ambulant tätigen Ärzten und Psychotherapeuten, hat den aktuellen Stand mit Blick auf die gesetzliche Lage einmal zusammengefasst: Patienten mit einer schwerwiegenden Erkrankung haben seit März 2017 unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf Cannabis. Jeder Haus- und Facharzt darf seitdem getrocknete Cannabisblüten und -extrakte sowie Arzneimittel mit den Wirkstoffen Dronabinol und Nabilon verordnen. Die Krankenkassen übernehmen im Regelfall die Kosten für die Therapie. Weitere Informationen dazu finden Sie hier: https://www.kbv.de/html/cannabis-verordnen.php

    vor 5 Monate

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