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Fortschritt

2, 4, 8, 16, 32, ....

Was hat die Welt in den letzten 50 Jahren nicht schon alles gesehen: Mondlandung, PC, Internet, Smartphone und ein Auto, das alleine fährt. 'Fortschritt, mach langsam!', mag man rufen, 'zwischen Dampfmaschine und Telefon hast du dir doch auch 100 Jahre Zeit gelassen.'

 

Doch der (technische) Fortschritt addiert nicht, er multipliziert. "Der größte Fehler von uns Menschen ist unsere Unfähigkeit, die Exponentialfunktion zu verstehen", behauptete der US-amerikanische Physiker Albert Bartlett 1969. Kein Wunder: Denn das lineare Denken steckt uns in Fleisch und Blut. Hunderttausende Jahre haben Menschenkinder kein sehr viel anderes Leben als ihre Eltern und Großeltern gelebt. Der Lauf der Veränderungen schritt gleichmäßig durch die Generationen. Man schloss von dem, was war, auf das, was kommt.

 

Aber der technologische Fortschritt hat die Arithmetik unserer Welt verändert. Alle zwei Jahre verdoppeln sich heute beispielsweise das weltweite Datenvolumen, die Anzahl der Transistoren auf einem Mikrochip, die Datenmenge, die über ein Glasfaserkabel gesendet werden kann, sowie die globale Nutzung der Solarenergie. Exponentiell verbessern (und verbilligen) sich beispielsweise auch 3D-Printer und Drohnen, Künstliche Intelligenz und Roboter. Letztere schraubten gestern noch an Autos, heute operieren sie Gehirne. Wenn der Fortschritt bis morgen noch größer wird und das exponentielle Wachstum noch schneller, was machen sie dann?

 

Man mag einwenden: Exponentielles Wachstum in einem abgeschlossenen System stößt irgendwann an seine Grenzen: Wenn etwa rein physikalisch keine weiteren Transistoren mehr auf einen Mikrochip passen oder sich die Zahl der Internetnutzer nicht mehr, wie bisher, alle fünf Jahre verdoppeln kann, weil jeder Erdenbürger online ist.

 

Aufgehalten haben solche Grenzen den technologischen Fortschritt und Innovationen aber nie. Im Gegenteil: Sie machten Forscher kreativ, ließen sie neue Kapitel aufschlagen, neue Paradigmen suchen. So wie der Mikrochip einst der Elektronenröhre folgte, wird es auch ein neues Kapitel nach dem Chip geben. Vielleicht der 3D-Chip. Vielleicht der Quantencomputer. Und auch die Zahl der Internetnutzer wird exponentiell weiter wachsen, denn inzwischen schicken wir unsere Dinge online: Schon sind mehr Geräte als Menschen über das "Internet of Things" vernetzt, und auch diese Zahl verdoppelt sich alle fünf Jahre.

 

Sieben Jahre hat es einst gedauert, um das erste Prozent des Genoms zu entschlüsseln. 700 Jahre müssten vergehen, glaubten Zweifler, um das ganze Projekt abzuschließen. Doch nach weiteren sieben Jahren waren die Wissenschaftler fertig. 1, 2, 4, 8, 64, – geschafft!

 

Quellen:

www.statista.com/statistics/471264/iot-number-of-connected-devices-worldwide/

https://ourworldindata.org/wp-content/uploads/2013/05/Transistor-Count-over-time.png

www.handelsblattmachtschule.de/fileadmin/PDF/Sonstiges/Infografik-pdfs/Big_Data_Seiten_36_37_Handelsblatt_2017-05-05.pdf

www.internetworldstats.com/emarketing.htm

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