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Patientenakte_digital_KBV

Digitalisierung

Kassenärztliche Bundesvereinigung: Plädoyer für eine einheitliche elektronische Patientenakte

Elektronische Patientenakte (ePA), Patientenfach, Gesundheitsakte - drei Dinge, die ähnlich klingen und doch verschieden sind. So verschieden, dass Chaos in den Praxen vorprogrammiert ist, meint die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV).  

Der Gesetzgeber muss hier Ordnung schaffen, um mit der ePA tatsächlich Nutzen für Ärzte und Patienten zu schaffen, fordert Dr. Thomas Kriedel in einem Video-Statement der KBV, das wir hier mit freundlicher Genehmigung teilen.

Einheitlichkeit bei elektronischer Patientenakte gefordert

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So könnte aus Sicht der KBV die elektronische Patientenakte aussehen.

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Was meinen Sie: Einheitlichkeit oder unterschiedliche Lösungen, die miteinander vereinbar sind?

Kommentare

  1. Alexander Wilms

    Die Akzeptanz einer zentralen Datenhaltung ist fraglich, da insbesondere die datenerzeugenden Akteure (Ärzteschaft und Patienten) befürchten würden, dass insbesondere die Kostenträger dadurch Zugriff auf die gesamten Gesundheitsdaten gewinnen würden. Einschränkungen des Datenzugriffs durch entsprechende Zugriffsrechte wären zwar möglich, würden aber eine von allen respektierte Autorität erfordern, welche die Zugriffsrechte definieren würde. Ebenso wären die Eigentums- und Nutzungsrechte an den Daten schwierig zu definieren bzw. einzuhalten.
    Um das Vertrauen in die Datenhaltung eines zentralen Systems zu stärken, müsste gewährleistet sein, dass Daten, auf deren Basis eigene Therapieentscheidungen getroffen werden, nicht von deren Eigentümern nachträglich gelöscht werden können.

    Die realistischere Alternative ist ein dezentrales System mit verteilter Datenhaltung, in dem ein intensiver Datenaustausch zwischen den einzelnen Netzknoten erfolgt.

    Die Gesundheitsdaten jedes Patienten würden dabei teilredundant bei allen Leistungserbringern gespeichert. Dies mag auf den ersten Blick ineffizient erscheinen, sorgt aber zugleich für eine Kontinuität der jeweiligen Dokumentation und für klare Datenzugriffs- und Eigentumsrechte.

    Der Austausch von Daten würde zwischen den Beteiligten über standardisierte Schnittstellen erfolgen. Dabei könnte der jeweilige Dateneigentümer genau bestimmen, welche Daten mit anderen Nutzern geteilt werden sollen.
    Ein Ausfall eines dezentralen Knotens würde nicht die Verfügbarkeit des komplette Systems tangieren.
    Eine Migration in dieses System könnte die vorhandenen Systeme einbeziehen und wäre dadurch effizienter, wesentlich einfacher in der Ablaufsteuerung und dadurch akzeptierter.

    vor 3 Monate

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